Lehm: Töne der Erde



Seit über 9000 Jahren wird das Naturprodukt Lehm von Menschen als Baustoff eingesetzt und hat in der Menschheitsgeschichte viele Hochkulturen überdauert.



Damals wie heute ist Lehm der Baustoff, der ökologische und baubiologische Anforderungen wie kein anderer erfüllt: Die Herstellung benötigt wenig Energie, Lehm ist bei der Verarbeitung unschädlich für die Haut, er schont die Ressourcen und ist jederzeit wiederverwertbar. Der »Ur-Baustoff« verbessert das Raumklima, gibt keine Schadstoffe ab, sondern kann sogar Schadstoffe binden.

Lehm entsteht als Verwitterungsprodukt der Natur und besteht aus Ton und Sand. Minerale im Ton geben dem Lehm seine individuelle Farbe – von Braun-, Rot- bis hin zu Gelbtönen.

Das Besondere an Lehm als Baustoff ist, dass er nicht chemisch abbindet, sondern unter Wasserzugabe wieder formbar wird. Lehm ist also jederzeit vollkommen wiederverwertbar. Lehmkonstruktionen und Bauteile müssen allerdings auch in geeigneter Weise gegen Spritzwasser und Regen geschützt werden.

Lehm ist in loser Form, zum Stampfen, Mauern und Verputzen, als Lehmstein in allen gängigen Ziegelformaten und als Fertigputz verfügbar. Aufgrund seines hohen spezifischen Gewichtes ist er ein hervorragender Wärmespeicher und hat zudem sehr gute Schallschutzeigenschaften.



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